Flächenschwingförderer

 

Flächenförderer zeichnen sich als einzige Bauform dadurch aus, dass sie mit einem Förderorgan unterschiedliche Förderrichtungen umsetzen können. Um dies zu erreichen, wird das Förderorgan segmentweise mit Faserteppichen belegt und in eine ausschließlich vertikale Vibrationsbewegung versetzt.

Funktionsweise
Die gerichtete Faserorientierung eines einzelnen Teppichsegmentes führt, aufgrund der Durchbiegung beim Kontakt mit dem Fördergut, zu einer in Faserrichtung liegenden, resultierenden Fördergutbewegung. Da das Förderorgan keine horizontalen Bewegungsanteile besitzt, ist es möglich, allein durch die Faserorientierung nahezu beliebige Bahnen des Fördergutstromes in der horizontalen Ebene zu erzeugen. Dabei sind meist nicht einmal Leitelemente notwendig. Durch eine um 45° zur beabsichtigten Förderrichtung versetzte Anordnung der Teppichsegmente kann sogar eine Zentrierung oder Auflockerung des Fördergutstroms erreicht werden.

Eigenschaften
Durch den sanften Kontakt zwischen Fasern und Fördergut ist der Fördervorgang nahezu geräuschlos und schonend und deshalb besonders für bruchempfindliche Stückgüter geeignet. Die Härte der eingesetzten Fasern (oder Borsten) muss allerdings stückgutabhängig ausgewählt werden. Dabei ist zu beachten, dass für die Faserdimensionierung sowohl die Masse des Fördergutes als auch die Auflagefläche relevant sind. Abhängig von der Beschaffenheit einzelner Fördergüter können mit solchen Flächenschwingförderern sogar Steigungen von bis zu 10° bewerkstelligt werden. Die Ausrichtung der Fasern verhindert beim Anstieg der Förderebene ein Zurückrutschen des Fördergutes, wenn sich dessen Körperkanten in ausreichendem Maße mit dem Faserüberstand verhaken.