STRIBECKsches Reibmodell

Die STRIBECK-Kurve beschreibt die Änderung des Reibkoeffizienten μ geschmierter Gleitpaarrungen in Abhängigkeit der Reibgeschwindigkeit \(v_{rel}\) und der Viskosität \(\eta_V \) des Schmierstoffes. Befinden sich die Reibpartner in relativer Ruhe zueinander, herrscht Haftreibung vor. Der Zustand beginnender Relativbewegung (Bereich 1) wird durch die Grenzreibung geprägt. Die Oberflächen der Reibpartner stehen solange in direktem Kontakt, bis es zum Aufschwimmen auf einzelne Schmierstoffmoleküle kommt. Zunächst werden die Oberflächen nur durch wenige Schmierstoffmoleküle voneinander getrennt und es kommt immer noch zu teilweisen Verhakungen der Rauhigkeitsspitzen (Bereich 2). In diesem Bewegungszustand liegt Mischreibung vor. Mit zunehmender Reibgeschwindigkeit (Bereich 3) werden die Oberflächen vollständig voneinander getrennt und das tribotechnische System befindet sich im Zustand der Flüssigkeitsreibung. In diesem Bereich nimmt die Reibkraft wieder zu, da mit steigender Reibgeschwindigkeit der Schmierspalt anwächst und mehrere Schmierstoffschichten aufeinander abgleiten. Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht die Unterschiede der Reibmodelle nach COULOMB für trockene Reibung und nach STRIBECK für geschmierte Gleitpaarungen.

Stribecksches Reibmodell